{"id":6205,"date":"2016-02-25T00:00:00","date_gmt":"2016-02-24T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/?p=6205"},"modified":"2024-01-19T14:54:05","modified_gmt":"2024-01-19T13:54:05","slug":"sapsches-waterloo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/de\/sapsches-waterloo\/","title":{"rendered":"SAP\u2019sches Waterloo"},"content":{"rendered":"<p>Mitte Februar pr\u00e4sentierte DSAG-Chef Marco Lenck die Ergebnisse der j\u00e4hrlichen Investitionsumfrage. Wer kurz davor die Ergebnisse der SAP-Bilanzpressekonferenz vernahm, kann zu dem Schluss kommen, dass es zwei SAP-Welten gibt.<\/p>\n<p>Kurz zusammengefasst: Mit Cloud Computing, S\/4 und Hana will SAP erfolgreich gewesen sein. Zum wiederholten Mal erkl\u00e4ren aber die DSAG-Mitglieder, dass sie in ganz andere Bereiche investieren.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-es\" style=\"margin-left: auto;margin-right: auto;text-align: center;\" id=\"great-1699805358\"><a href=\"https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/es\/kit-de-medios\/\" target=\"_blank\" aria-label=\"nl_werbung_800x100_es\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/nl_werbung_800x100_es.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/nl_werbung_800x100_es.jpg 800w, https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/nl_werbung_800x100_es-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/nl_werbung_800x100_es-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/nl_werbung_800x100_es-100x13.jpg 100w, 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Wahrscheinlich ist den DSAG-Zahlen mehr zu glauben als den selbst definierten Non-IFRS-Kennzahlen der SAP, nach denen Cloud Computing, S\/4 und Hana ein \u00fcberragender Erfolg sind.<\/p>\n<p>Hierzu ein erhellendes Zitat aus Euro, dem Magazin f\u00fcr Wirtschaft und Geld, Ausgabe 3\/2016, Seite 33:<\/p>\n<p><em>\u201eDer Softwarekonzern SAP meldete Ende Januar vorl\u00e4ufige Zahlen f\u00fcr 2015: Betriebsergebnis im Gesamtjahr (Non-IFRS) steigt um 13 Prozent. Das Betriebsergebnis (IFRS) dagegen war um zwei Prozent gefallen, der Gewinn nach Steuern sogar um sieben Prozent.<\/em><\/p>\n<p><em>Herausgerechnet werden bestimmte Kosten f\u00fcr Akquisitionen, Restrukturierungen und Rechtsstreitigkeiten.<\/em><\/p>\n<p><em>Immerhin: Auf seiner Internetseite weist der Softwarekonzern darauf hin, dass die selbst definierten Non-IFRS-Kennzahlen nur begrenzt aussagef\u00e4hig sind sowie die eliminierten Betr\u00e4ge f\u00fcr SAP wesentlich sein k\u00f6nnten.\u201c<\/em><\/p>\n<p>(Ende des Zitats, und wir bedanken uns bei der Euro-Autorin Sabine Gusbeth.)<\/p>\n<h3>Was DSAG wei\u00df<\/h3>\n<p>In welche Bereiche planen DSAG-Mitglieder 2016 am meisten zu investieren? Die Top 3 sind Logistik (46 Prozent), Marketing\/Vertrieb\/CRM (40 Prozent) und Finanzwesen (32 Prozent). Mehrfachnennungen waren hier m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Aktuelle Digitalisierungsvorhaben werden gemeinsam von IT und Fachbereich angegangen. Und nur f\u00fcnf Prozent der befragten Unternehmen setzen den Investitionsschwerpunkt bei S\/4, lediglich weitere neun Prozent planen signifikante Investitionen.<\/p>\n<p>Die IT-Investitionen steigen laut DSAG in diesem Jahr um 2,7 Prozent. Das ist etwas weniger als 2015 (3,5 Prozent). Trotzdem wird im SAP-Umfeld etwas mehr ausgegeben. Die Budgets f\u00fcr SAP-Investitionen liegen bei sechs Prozent (plus 0,6 im Vgl. zu 2015).<\/p>\n<p>Insgesamt nahmen 344 Personen (CIOs und Unternehmensvertreter) aus DSAG-Mitgliedsunternehmen im deutschsprachigen Raum an der Onlineumfrage im Dezember 2015 und Januar 2016 teil. Befragt wurde jeweils ein Ansprechpartner pro Unternehmen.<\/p>\n<p>Die meisten Teilnehmer (45 Prozent) kommen aus Unternehmen zwischen 1.000 und 4.999 Mitarbeitern. Aus der Schweiz nahmen 24, aus \u00d6sterreich 21 Unternehmen teil.<\/p>\n<p>Der Vergleich zur IT-Trends-Studie von Capgemini ergibt ein differenziertes Bild.Offensichtlich verbrauchen traditionelle Themen wie Logistik, Vertrieb und Finanzwesen einen Gro\u00dfteil des IT-Budgets, sodass laut Capgemini die befragten CIOs in diesem Jahr im deutschsprachigen Raum weniger Geld f\u00fcr Innovationen ausgeben:<\/p>\n<p>Nicht nur das Budget f\u00fcr Neugestaltung und Ersatz der IT sinkt von anteilig 20,9 Prozent auf jetzt 16,6 Prozent, sondern auch die Ausgaben f\u00fcr die Evaluierung von Innovationen (2015: 9,1 Prozent, Budget 2016: 7,8 Prozent).<\/p>\n<p>Der R\u00fcckgang \u00fcberrascht angesichts der Tatsache, dass 52,3 Prozent der CIOs den Ausbau der Digitalisierung als eines ihrer wichtigsten Ziele in diesem Jahr bezeichnen. Sie setzen dabei im Moment aber offenbar weniger auf Innovationen, sondern gehen die Digitalisierung \u00fcber die Vernetzung von Informationen und Prozessen sowie die Analyse ihrer Daten an.<\/p>\n<p>Das zeigt die Korrelation zum Anstieg der Big-Data-Nutzung. Die Angaben wurden im Rahmen der j\u00e4hrlichen IT-Trends-Studie im September und Oktober 2015 von Capgemini erhoben. Insgesamt nahmen 153 IT-Verantwortliche von Gro\u00dfunternehmen in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz teil, darunter elf Firmen aus dem DAX 30.<\/p>\n<h3>Digitale Transformation<\/h3>\n<p>Dass die SAP-Anwender aktiv werden in Sachen Digitalisierung, zeigt sich an den erhobenen Zahlen. F\u00fcr 36 Prozent der Befragten sind Investitionen in neue Gesch\u00e4ftsmodelle im Rahmen der digitalen Transformation wichtig bis sehr wichtig.<\/p>\n<p>44 Prozent sind noch unentschieden. F\u00fcr 20 Prozent ist das Thema eher unwichtig. Marco Lenck, Vorstandsvorsitzender der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe, interpretiert das Ergebnis so:<\/p>\n<p><em>\u201eNeue Gesch\u00e4ftsmodelle und -prozesse sind wichtig, um im Wettbewerb gegen innovative und agile Start-ups zu bestehen. Diese Herausforderung f\u00fcr CEOs ist bei den CIOs angekommen. Probleme werden gemeinsam angegangen. Der Aufbruch ins digitale Zeitalter erfolgt Seite an Seite.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ein weiterer Beleg daf\u00fcr ist, dass Entscheidungen \u00fcber SAP-Investitionen zunehmend gemeinsam getroffen werden. In \u00fcber der H\u00e4lfte der Unternehmen ist das so, zeigt die DSAG-Umfrage 2016. Uwe Dumslaff, Chief Technology Officer bei Capgemini in Deutschland, kommentiert seine Ergebnisse zur digitalen Transformation folgend:<\/p>\n<p><em>\u201eViele Unternehmen stehen immer noch am Anfang der Digitalisierung und m\u00fcssen ihre Initiativen priorisieren. Deshalb analysieren sie erst einmal ihre Daten, um Optionen f\u00fcr neue Gesch\u00e4ftsmodelle zu erarbeiten.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>Aber ohne S\/4<\/h3>\n<p>Wenig ver\u00e4ndert hat sich in der Ablehnung von S\/4 durch die DSAG-Mitglieder seit dem Kongress in Bremen vergangenes Jahr. Im SAP-Bereich wird weiterhin haupts\u00e4chlich f\u00fcr klassische Themen wie Rollouts, Konsolidierung und Harmonisierung Geld ausgegeben.<\/p>\n<p>Die S\/4-Hauptinvestitionen sind lediglich im mittleren einstelligen Bereich. Mit S\/4 hat SAP sich aufgestellt, L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr die Digitalisierung von Gesch\u00e4ftsprozessen aufzuzeigen.<\/p>\n<p>Unter den DSAG-Mitgliedern zeigte sich bereits Mitte vergangenes Jahr ein zweigeteiltes Bild. 37 Prozent der Befragten fehlt der unternehmerische Mehrwert, elf Prozent haben sich noch nicht mit S\/4 besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Dem gegen\u00fcber stehen sechs Prozent, die ein Projekt gestartet haben. Vier Prozent der Unternehmen haben Lizenzen erworben. Rund 42 Prozent sind gerade dabei, sich zu informieren.<\/p>\n<p>Nun gibt es zwar eine S\/4-Preisliste, womit die ECC-6.0-Bestandskunden durch eine 9.000-Euro-Flatrate moderat zu S\/4 wechseln k\u00f6nnen, aber dennoch h\u00e4lt sich die Begeisterung f\u00fcr das neue ERP in Grenzen.<\/p>\n<p>Was DSAG-Mitglieder ben\u00f6tigen, um einen Einsatz von S\/4 abw\u00e4gen zu k\u00f6nnen, sind Informationen, welche Funktionen die L\u00f6sung abdeckt. F\u00fcr 72 Prozent der Befragten war dies im Sommer 2015 das wichtigste Entscheidungskriterium.<\/p>\n<p><em>\u201eDer Erfolg eines ERP f\u00fcr Kunden wird sich \u00fcber die Funktionalit\u00e4t entscheiden. Sie ist der Schl\u00fcssel f\u00fcr Digitalisierungsvorhaben\u201c<\/em><\/p>\n<p>erl\u00e4utert der DSAG-Vorstandsvorsitzende Marco Lenck.<\/p>\n<p>Mittlerweile gibt es zumindest das White Paper \u201eSimplification List for SAP S\/4 Hana, on-premise edition 1511\u201c, das erkl\u00e4rt, wo die Unterschiede zwischen Alt und Neu zu finden sind.<\/p>\n<p>Noch investieren die DSAG-Mitglieder aber in andere Bereiche: Bei mittleren Investitionen haben Business-Intelli\u00adgence-L\u00f6sungen die Nase vorn. 35 Prozent der Unternehmen sehen hier den Bedarf, ihre Analyseaktivit\u00e4ten weiter zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>SAP-Produkte, die Industrie 4.0 und IoT (Internet of Things) betreffen, r\u00fccken bei gut einem F\u00fcnftel langsam in den Fokus (22 Prozent Haupt- und mittlere Investitionen). \u201eBemerkenswert sind die Zahlen f\u00fcr S\/4 Hana\u201c, kommentiert Marco Lenck die Ergebnisse des sogenannten Business-\u00adSuite-Nachfolgers.<\/p>\n<p><em>\u201eDas Produkt ist noch recht jung. Unternehmen t\u00e4tigen Hauptinvestitionen im mittleren einstelligen Bereich. Es zeigt sich wieder, dass es unter unseren Mitgliedern Vorreiter f\u00fcr den Einsatz neuer Produkte gibt.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die DSAG-Investitionsumfrage 2016 verdeutlicht, dass der Gro\u00dfteil der Mitglieder sich bei S\/4 abwartend verh\u00e4lt. Diese Erkenntnis deckt sich auch mit den Aussagen von SAP-Technikvorstand Bernd Leukert anl\u00e4sslich der SAP-Bilanzpressekonferenz 2016, auf der er erst knapp 100 operative S\/4-Kunden pr\u00e4sentieren konnte.<\/p>\n<p>Somit hat sich an der Einstellung der DSAG-Mitglieder zu S\/4 seit dem Jahreskongress nicht viel ver\u00e4ndert: Eine ganz klare Vorstellung hatten die Befragten von der klassischen Business Suite (S\/7) als strategisches ERP-R\u00fcckgrat im Unternehmen. 70 Prozent bescheinigten ihr einen hohen, 22 Prozent einen mittleren Stellenwert.<\/p>\n<p>Ein im Unternehmen betriebenes S\/4 war f\u00fcr \u00fcber ein Viertel strategisch relevant. Fast 37 Prozent sahen im Sommer 2015 eine mittlere Bedeutung.<\/p>\n<h3>Cloud Computing entschwindet<\/h3>\n<p>Die aktuelle DSAG-Investitionsumfrage zeigt deutlich, dass die SAP-Cloud-Produkte und die Hana-Cloud-Plattform abgeschlagen sind vom Mainstream. Noch nicht im Markt angekommen ist definitiv die Hana-Cloud-Plattform, in die nur ein Prozent der Befragten haupts\u00e4chlich zu investieren plant.<\/p>\n<p>Das gleiche Bild gab es bei den DSAG-Mitgliedern schon vor einem halben Jahr: Die Cloud-L\u00f6sungen fallen in den unteren einstelligen Bereich, hie\u00df es auf dem Jahreskongress.<\/p>\n<p><em>\u201eDSAG-Mitglieder haben gro\u00dfes Know-how im Bereich der Business Suite aufgebaut und vertrauen darauf, damit ihre Prozesse heute und in Zukunft effizient und m\u00f6glichst vollst\u00e4ndig abzubilden. Trotz innovativer Produkte muss die Zukunftssicherheit bei der Business Suite bestehen bleiben\u201c<\/em><\/p>\n<p>lautete in Bremen die Forderung seitens der DSAG. Das bedeutet, auch bestehende SAP-Produkte m\u00fcssen Digitalisierungsstrategien der Unternehmen unterst\u00fctzen und sich dahingehend erweitern lassen bzw. weiterentwickelt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zahlen der DSAG belegen eindeutig, dass SAP momentan am Bedarf der Bestandskunden vorbeiprogrammiert. Was SAP als Zukunft sieht, ist f\u00fcr die Community nebens\u00e4chlich. 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Aber woher kommen die fantastischen SAP-Bilanzzahlen?<\/p>\n","category_list_v2":"<a href=\"https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/de\/category\/szene\/\" rel=\"category tag\">Szene<\/a>, <a href=\"https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/de\/category\/sap-nachrichten\/\" rel=\"category tag\">Community Nachrichten<\/a>, <a href=\"https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/de\/category\/mag1603\/\" rel=\"category tag\">MAG 16-03<\/a>","author_info_v2":{"name":"E-3 Magazin","url":"https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/de\/author\/e-3-magazin\/"},"comments_num_v2":"0 comments","acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6205","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/38"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6205"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6205\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":138404,"href":"https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6205\/revisions\/138404"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6727"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6205"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6205"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6205"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/e3magpmp.greatsolution.dev\/de\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=6205"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}